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Abfallberatung der KSR – wohin mit alten Elektrogeräten?

Wohin mit alten Elektrogeräten? Dass alte Elektrogeräte nicht in den Restabfall gehören, ist zwar nicht neu, aber vielleicht nicht selbstverständlich.

Die einfache Grundregel lautet:

Alles, was einen Stecker hat, können Bürger an der Wertstoffsammelstelle der Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) am Beckbruchweg 33 kostenlos abgeben.

Alle Elektrogeräte enthalten Wert- und Schadstoffe, die man entweder wiederverwenden kann oder fachgerecht entsorgen muss. Das regelt auch das Elektrogesetz. „Das Getrenntsammeln hat sich seit Jahren bestens bewährt, viele Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser bringen uns die ausgedienten Geräte oder lassen sie von uns abholen, damit diese recycelt werden können“, sagt Heidi Samhuber von der KSR-Abfallberatung.

Die Verbraucher können wählen: Fachhandel oder Wertstoffhof
Das Elektrogesetz lässt den Verbrauchern die Wahl, ob sie ein defektes Altgerät zur Wertstoffsammelstelle bringen oder es in den Fachhandel tragen. Doch Vorsicht: nicht alle Geschäfte, die Elektrogeräte verkaufen, sind zur Annahme von Altgeräten verpflichtet. Die Größe der Verkaufsfläche und die Größe des Elektrogeräts spielen dabei eine Rolle.

„Daher sind die Bürgerinnen und Bürger immer auf der richtigen Seite, wenn sie mit ihren Altgeräten zu uns kommen“, sagt Heidi Samhuber. Zu den Öffnungszeiten ist die Annahme in haushaltsüblichen Mengen ohne Terminabsprache möglich: Öffnungszeiten bis März: montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr, samstags von 8 bis 14 Uhr.

Angenommen werden Elektrogroß- und -kleingeräte. Zu den Kleingeräten zählen zum Beispiel Radios, Telefone und Handys, Faxgeräte, Laptops, Tastaturen, MP3-Player, Videokameras, Nähmaschine, Bügeleisen, Wasserkocher, Toaster, Fritteusen, Föne, Kaffeemaschinen, Rasierer, Wecker, elektrische Werkzeuge wie Bohrmaschinen, Akku-Schrauber, elektrische Kochplatten, Schreibtischlampen, Keyboards, Blutdruckmessgeräte, Rauchmelder und Thermostate – und natürlich auch die Adventsbeleuchtung, also Lichterketten.

Zu den Großgeräten gehören beispielsweise Waschmaschinen, Kühl- und Gefrierschränke, Herde, Geschirrspüler, elektrische Heiz- und Klimageräte, Staubsauger, Mikrowellen, aber auch Geräte zur Unterhaltung, wie Fernseher, Computer, Monitore, Drucker und HiFi-Anlagen einschließlich Boxen. Die großen Geräte holen die KSR auch kostenlos direkt zu Hause vom Straßenrand ab – dazu reicht ein Anruf bei den KSR, um einen Abholtermin zu vereinbaren.

Nur wenn Elektroaltgeräte ausnahmslos einem hochwertigen Recycling zugeführt werden, können die enthaltenen Schadstoffe separiert und die enthaltenen Rohstoffe mit einer möglichst hohen Verwertungsquote zurückgewonnen werden. Der Elektroschrott aus Recklinghausen wird hierzu in zertifizierten Recyclinganlagen der Region zerlegt und stofflich verwertet. So dienen alte Geräte als Rohstoffquelle für neue Konsumgüter.

Was ist zu beachten?
Wichtig ist, Batterien und Akkus vor der Abgabe vom Altgerät zu trennen. Immer mehr Geräte werden mit sogenannten Lithium-Ionen-Hochleistungsbatterien oder - akkus betrieben. Weil es in der Vergangenheit zu Bränden von Sammelcontainern durch defekte Batterien und Akkus gekommen ist, müssen alle Energieträger vor der Abgabe aus den Geräten entfernt werden. Daher bitten die KSR, alle Batterien und Akkumulatoren aus den Geräten zu nehmen und getrennt davon am Wertstoffhof abzugeben. Bei einigen Geräten ist der Akku Bestandteil der Apparate, wie bei Zahnbürsten oder Rasierern. Für diese Geräte stehen am Wertstoffhof gesonderte Behälter bereit. „Für diese Mithilfe sind wir sehr dankbar, denn sie erleichtert das Sortieren und Transportieren der Altgeräte enorm“, sagt Manfred Lorenz von der Wertstoffsammelstelle.

Datenschutz
Beim Recycling von Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik sind Datensicherheit und -schutz zu gewährleisten. Die KSR sorgen dafür, dass die auf Geräten gespeicherten Nutzerdaten vor dem Zugriff Unberechtigter geschützt werden, indem sie die Geräte ausschließlich an zertifizierte Betriebe übergeben. Doch um Missbrauch von vornherein auszuschließen, sollten gespeicherte persönliche Daten vor Abgabe der Geräte immer gelöscht werden.


Vorbeugen ist besser als heilen – vermeiden ist besser als entsorgen
Heidi Samhuber hat dazu einige wichtige Tipps: „Nutzen Sie Geräte so lange wie möglich. Nicht selten landen noch gebrauchsfähige Elektrogeräte im Sammelcontainer, die problemlos weiterverwendet werden könnten.“ Auf den KSRSeiten können die Bürger kostenlos und ohne Anmeldung ihre Geräte zum Tausch oder zum Verschenken anbieten. „Gebrauchsfähige Elektrogeräte an Interessierte zu verschenken oder zu tauschen ist umweltfreundlich, vermeidet Abfälle und hilft gleichzeitig anderen Menschen“, sagt Samhuber. Der Tausch- und Verschenkmarkt finden Sie auf dieser Internetseite mit eigenem Button.


23.12.2019

Fyler - Wohin mit alten Elektrogeräten?

 
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