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Home Aktuelles Europäische Woche der Abfallvermeidung vom 21. bis 29. November auch in Recklinghausen
Europäische Woche der Abfallvermeidung vom 21. bis 29. November auch in Recklinghausen

Invisible waste header EWAV2020

Die diesjährige „Europäische Woche der Abfallvermeidung“ findet von Samstag, 21. November, bis Sonntag, 29. November, statt. Ziel der Aktionswoche ist, die Menschen in ganz Europa durch verschiedenste Veranstaltungen für das Thema Abfallvermeidung und Abfallreduzierung zu sensibilisieren. Viele öffentliche Aktionen zeigen dann bereits zum elften Mal europaweit Alternativen zur Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung auf.

Mit dabei sind auch die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) mit dem aktuellen Thema: Lebensmittel wertschätzen – für den Klimaschutz. Unterstützt werden die KSR von der Stabsstelle Klima & Mobilität der Stadt Recklinghausen und dem Verein Foodsharing Recklinghausen e.V. 

Ursprünglich war ein gemeinsamer Aktionstag mit Infoständen geplant, der wegen der aktuellen Corona-Maßnahmen leider nicht stattfinden kann. Deshalb wird in diesem Jahr eine Schaufenster-Ausstellung zur EWAV 2020 in der Innenstadt, Breite Straße 18 (ehemals Kodi) präsentiert.

Lebensmittel entsorgen - warum, was hat das für Folgen, was kann ich dagegen tun? Für Jeden, der sich über das Wegwerfen und Wertschätzen von Lebensmitteln informieren möchte, bietet die Ausstellung (1 Woche rund um die Uhr) Anregung und Hintergrundwissen. 

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr in Deutschland im Müll.

Das sind 75 Kilogramm Lebensmittel pro Person. Dabei ist vieles davon gar nicht verdorben, sondern erscheint nicht mehr appetitlich genug. Ganz oben stehen dabei Obst, Gemüse sowie Brot und Brötchen. Es könnten zwei Drittel dieser Abfälle durch sorgsameren Umgang vermieden werden. Und das wäre nicht nur gut für die Haushaltskasse, sondern auch fürs Klima, wenn man die ganze Wertschöpfungskette vom Anbau bis zur Küche im Blick hat.

Unser heutiges Wegwerfverhalten wirkt sich weitreichend auf die Umwelt aus: Wertvoller Ackerboden, Wasser und Dünger, Energie für Ernte, Verarbeitung und Transport – jedes Lebensmittel braucht für seine Herstellung kostbare Ressourcen. Ressourcen, die leider mit jedem weggeworfenen Apfel oder Brot sinnlos verschwendet werden.

Fakten*:

So fließen allein 700 Liter Wasser, bis ein Kilogramm Äpfel geerntet ist. 1.300 Liter Wasser sind es, bis ein Kilogramm Brot entstanden ist. Für ein Kilogramm Käse sind es 5.000 Liter, für die gleiche Menge Rindfleisch sogar über 15.000 Liter. Hinzu kommt der Verbrauch von Energie und weiterer Ressourcen durch Abtransport und Abfallentsorgung. Diese Verschwendung hat für alle weitreichende ethische und wirtschaftliche Folgen.

Nützliche Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen

„Die Verschwendung von Lebensmitteln ist wohl das markanteste Beispiel für unsere Wegwerfgesellschaft. Die Gründe, warum Lebensmittel „in der Tonne“ landen, sind vielfältig. Meistens kaufen wir oft zu viel und ungeplant“, sagt Abfallberaterin Heidi Samhuber. „Wir lagern unsere Lebensmittel häufig falsch und verlieren den Überblick. Wir kochen mehr als wir brauchen und schmeißen die Reste weg, anstatt sie zu verwerten. Nutzen Sie doch die Aktionswoche, um Lebensmittel wertzuschätzen und nichts unnötig wegzuwerfen.

Wie? Hier einige Tipps:

1. Einkaufszettel schreiben

Ein wichtiger Helfer zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen ist der Einkaufszettel, auf dem steht, was gebraucht wird.


2. Richtig planen

Viele kaufen mehr als sie benötigen, weil zum Beispiel Angebote so verlockend sind. Deshalb heißt es: Planvoll statt für die Tonne. Gute Planung macht nicht viel Arbeit, den Einkauf dafür umso leichter.

 

3. Gut lagern

Lebensmittel müssen richtig gelagert werden, damit sie lange halten. Zum Beispiel sollten Getreideprodukte und Gewürze immer in dichte Behälter gefüllt und regelmäßig kontrolliert werden. 

 

4. Richtig kühlen

Die optimale Kühlschranktemperatur liegt bei 7 Grad. Alles, was Kühle verträgt, gehört nach dem Einkauf sofort in den Kühlschrank.

 

5. Nach Bedarf kaufen

Frisches und leicht Verderbliches am besten dann einkaufen, wenn es gebraucht wird. Sonderangebote: „Drei zum Preis von zwei“ – nur, wenn sie auch konsumiert werden.

 

6. Zeit nehmen

Gerade wer hungrig oder in Eile ist, wird von Sonderangeboten verführt. Die Gefahr ist, dass vieles davon am Ende in die Tonne wandert.

 

7. Haltbarkeitsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum. Was gut schmeckt, gut riecht und gut aussieht, ist in aller Regel noch gut. Jedoch sollte das Verbrauchsdatum auf leicht verderblichen Waren, wie Fleisch, unbedingt eingehalten werden. Ist es überschritten, gehört das Produkt ohne Wenn und Aber in die Tonne.

 

8. Aufbewahrung

Neue Ware sollte immer nach hinten sortiert und Älteres vorne im Blick behalten werden. So lässt sich schnell erkennen, was neu gekauft und was rasch verbraucht werden sollte.

 

9. Reste verwerten

Nicht immer lassen sich Reste beim Kochen vermeiden, das macht nichts. Mit zwei, drei neuen Zutaten wird am nächsten Tag eine leckere neue Mahlzeit daraus. Im Internet und Buchhandel finden sich viele Anregungen für die kreative Resteküche.

 

10. Weitergeben

Nicht benötigte Lebensmittel abgeben nach dem Motto: „Teile Lebensmittel, anstatt sie wegzuwerfen!“ Ob Verschenken, an Nachbarn und Freunde verteilen, zu einem „Fairteiler“ bringen oder auf der Internetplattform von foodsharing.de kostenlos anbieten, das können Privatpersonen, Händler oder Produzenten mit Lebensmitteln machen, die sonst weggeworfen würden.

 

11. Entsorgung

Wohin damit, wenn entgegen aller Vorsichtsmaßnahmen doch etwas entsorgt werden muss? Lebensmittelabfälle, auch rohe und gekochte Speisereste, die sich nicht vermeiden oder verarbeiten lassen, also Verdorbenes, gehören auf jeden Fall in die Biotonne. Man kann sie in Zeitungspapier einwickeln oder in der braunen Tonne mit etwas Laub oder Rasenschnitt abdecken.

 

Weitere Informationen und „Rezepte aus der Resteküche“ gibt es unter www.zbh-ksr.de

 

*Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

 
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Laubtonnenstandorte
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